DAS PROGRAMM

Freitag, 23. Februar 2018, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Mama Africa - Miriam Makeba

Land/Jahr: FI/DE 2011     Regie: Mika Kaurismäki     Länge: 91 Min.  Altersfreigabe: keine

Mika Kaurismäkis Dokumentaressay über die weltbekannte südafrikanische Sängerin Miriam Makeba, die ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereiste und ihre politische Botschaft gegen Rassismus, gegen Armut und für Gerechtigkeit und Frieden verbreitete, ist die Hommage an eine Frau, die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. Miriam Makeba (1932-2008) hat Musiker überall auf der Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Gleichwohl ist sie den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik immer treu geblieben. Ins Exil wurde sie schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem Apartheidkritischen Dokumentarfilm COME BACK, AFRICA mitgewirkt hatte. Harry Belafonte verhalf ihr in die USA, wo sie 1962 unter anderem bei einer Geburtstagsfeier John F. Kennedys auftrat und 1967 mit „Pata Pata“ ihren ersten Welthit hatte. Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und ins Fadenkeuz des FBI geriet, ließ sie sich in Guinea nieder und setzte ihr Engagement gegen das weiße Apartheid-Regime in ihrer Heimat von dort aus fort. Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore sorgte, stellt der Film mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews dar. Freunde, Verwandte und Kollegen, die Miriam Makeba zum Teil schon seit deren Anfängen in den Dancehalls von Johannesburg kennen und schätzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt.

„Mama Africa zeugt von den soziopolitischen Umwälzungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Der Kampf um Zivilrechte, das Ende der Apartheid und diese fantastische Explosion der Farben, als sich die Jazzmusiker Ende 60er Jahre die Krawatte lockerten, um ihre Stammestrommeln zu schlagen.“ Le Temps

„Die bewegende Hommage bringt Miriam Makeba in voller Größe in Erinnerung. Beste Unterhaltung ist garantiert!“  Berliner Zeitung

Einführung in den Film durch die südafrikanische Journalistin Ruth Weiss, die Miriam Makeba noch persönlich gekannt hat.

Eine Kooperationsveranstaltung von Allmende Stetten und Kommunalem Kino Kernen.

Eintritt: 6 Euro.

Hinweis: Am Sonntag, 25.2. findet eine weitere Veranstaltung der Allmende mit Ruth Weiss statt.

Samstag, 24. Februar 2018, 15:30 Uhr, Museum unter der Yburg,
Hindenburgstraße 24, Kernen-Stetten

Lesung: Norbert Pötzl – Casablanca 1943

Die wahre Geschichte einer Legende. 1943 ist das Jahr, in dem Casablanca zum Mythos wird. Die weiße Stadt am Meer ist Zufluchtsort für die Verfolgten der Nazi-Diktatur, Namensgeberin für einen der erfolgreichsten Filme der Geschichte und Schauplatz einer Geheimkonferenz, die über den Ausgang des Zweiten Weltkriegs entscheiden wird. Norbert F. Pötzl verknüpft in seinem Buch kunstvoll die dramatischen Kriegsereignisse mit der Entstehungsgeschichte des Hollywood-Klassikers und zeigt, wie sehr sich Fiktion und Realität gegenseitig beeinflusst haben. „Für Casablanca-Fans ein Muss.“ rbb Kulturradio (21.11.2017)

Norbert Pötzl, Jahrgang 1948, wuchs in Waiblingen auf und arbeitete jahrzehntelang als Journalist beim SPIEGEL. Er schrieb u.a. Bücher über die Barschel-Affäre, Bismarck und Honecker.

Eine Kooperationsveranstaltung von Allmende Stetten und Kommunalem Kino Kernen.

Eintritt: 6 Euro, Kombiticket Lesung und Film: 10 Euro.

Samstag, 24. Februar 2018, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Casablanca

Land/Jahr: US 1942     Regie: Michael Curtiz     Länge: 102 Min.  Altersfreigabe: ab 6 Jahren,

»Ich seh Dir in die Augen, Kleines.«, das wohl bekannteste Filmzitat aller Zeiten, provoziert noch heute kollektives Aufseufzen im Kinosaal. »Casablanca« hat Generationen von Kinozuschauern in seinen Bann geschlagen und ist heute ein veritabler Kultfilm geworden. Ihn muss man im Leben mindestens zweimal gesehen haben und bekommt davon nicht genug. Das spannende und witzige Melodram mit zeitgeschichtlichem Hintergrund besticht durch optisches Raffinement, darstellerische Präzision, dramaturgisches Timing und atmosphärische Dichte.

Casablanca 1941 ist Treffpunkt von Verfolgten, Abenteurern, Widerstandskämpfern, Faschisten, Mitläufern – und der Ort des Wiedersehens zweier Liebender. Rick – der zynische Amerikaner – betreibt eine Bar, in der sich ganz Casablanca trifft. Ilsa, die Frau des Widerstandskämpfers Victor Laszlo, kommt mit ihrem Mann nach Casablanca, um dort in das rettende Flugzeug nach Lissabon zu steigen. Doch sie haben kein Visum und die Nazis sind ihnen auf den Fersen. In ihrer Verzweiflung wendet sich Ilsa an Rick. In Casablanca flammt ihre Liebe erneut auf. Hervorragende Schauspieler wie Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Sydney Greenstreet, Claude Rains und Peter Lorre tragen das ihre zum beispiellosen Erfolg »Casablancas« bei. Der Film wurde mit drei Oscars in den Kategorien bester Film, bestes Drehbuch und beste Regie ausgezeichnet. (Programmkino.de)

Einführung in den Film durch Norbert Pötzl, Autor des Buches "Casablanca 1943"

Eine Kooperationsveranstaltung von Allmende Stetten und Kommunalem Kino Kernen.

Eintritt: 6 Euro, Kombiticket Lesung und Film: 10 Euro.

Dienstag, 20. März 2018, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Film in englischer Sprache
in Zusammenarbeit mit der VHS Unteres Remstal

I, Daniel Blake

Land/Jahr: GB/FR  2016    Regie: Ken Loach    Länge: 100 Min. Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Daniel Blake ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der immer rechtzeitig seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung und er ist auf staatliche Hilfe angewiesen. Aber die Staatsbürokratie stellt sich quer und  verweigert ihm den Bezug von Sozialhilfe. Schnell gerät er in einen Teufelskreis von Zuständigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen. Als er wieder einmal auf dem Amt wartet, kreuzen sich seine Wege mit der alleinerziehenden Mutter Katie und ihren beiden Kindern Daisy und Dylan. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität – von ehemaligen Kollegen, von ehrenamtlichen Helfern der Tafel, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird Ohnmacht zur Wut – und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf...

Auch mit 80 Jahren wird Meisterregisseur Ken Loach nicht müde, sich für die Rechte der Underdogs zu engagieren. Er und sein langjähriger Drehbuchautor Paul Laverty wurden angeregt durch die in der britischen Boulevardpresse angefachte Hetze gegen sozial Schwache als Schmarotzer. Aus der so entstandenen Wut heraus erzählen sie lakonisch und mit einer Prise Sarkasmus von den Ungerechtigkeiten im System – nicht nur in Großbritannien, sondern überall in Europa.

Dafür wurde Ken Loach 2016 in Cannes erneut mit der Goldenen Palme für den Besten Film und in Locarno und San Sebastian mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. (Programmkino.de)

„Scharfsinnig und lustig – absolut ergreifend“ The Independent

„Einer von Loachs besten Filmen“ Variety

Eintritt: 6 Euro.

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