DAS PROGRAMM

Samstag, 24.Mai 2014, 20:00 Uhr, Eintritt 12 €                                                     

Tanz mit der Dunkelheit

Premiere der Kombination aus Film und Live-Tanzperformance!

Land/Jahr:  D 2010    Regie: Grégory Darcy    Länge: 40 Min.    Altersfreigabe: uneingeschränkt

Welche Vorstellungen haben und welche Gedanken machen sich Kinder zwischen 9 und 12 Jahren im heutigen Berlin zum Thema Holocaust? Dieser Fragestellung geht der aus Frankreich stammende Stettener Filmemacher und Choreograph Grégory Darcy in seiner Kombination aus Kunst- und Dokumentarfilm sehr behutsam nach. Die Antworten fallen überraschend nachdenklich, sehr persönlich, manchmal amüsant aber niemals langweilig aus. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreografin Elise Ralston, ausgebildet an der John-Cranko-Schule in Stuttgart, versucht der Regisseur diesem unfassbaren Teil der europäischen Geschichte näher zu kommen. Indem der Film Tanzszenen und Interviews zusammenführt, entsteht eine besondere Stimmung. Ein Wagnis, das gelingen kann, aufwühlt, nachdenklich stimmt (s. Trailer).

Der Film wurde gefördert durch die E.V.Z. Stiftung, die Humboldt-Universität Berlin und das Freie Museum Berlin.

Im Anschluss an den Film wird eine Live-Tanzperformance gezeigt. Tänzerinnen und Tänzer greifen den Stil von Elise Ralston auf und entwickeln ihn unter der Anleitung von Gregory Darcy weiter. Die Grundlagen für diese Art des Tanzes liegen ebenso im brasilianischen zeitgenössischen Tanz wie im Yoga. Die Atmung gibt den Rhythmus an, zeitgenössische Tanzstile fließen mit ein. Durch die Projektion von Naturstimmungen auf die Körper der Tänzer können sich neue Seherlebnisse für den Zuschauer ergeben. Die Tanzperformance dauert ca. 30 Minuten.

Anschließend gibt es die Möglichkeit, über das brisante Thema des Films und dessen filmische und tänzerische Umsetzung mit dem Regisseur zu diskutieren.

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung bei

      

Mittwoch, 25. Juni 2014, 20:00 Uhr

Paulette

Land/Jahr: F 2012   Regie: Jérôme Enrico   Länge: 87 Min. Altersfreigabe: ab 12 J.

Paulette ist eine ruppige 80-jährige Dame, die weiß, was sie will – und auch, was sie nicht will. Dass sie ganz allein in einem zwielichtigen Pariser Vorort lebt, kann sie nicht schrecken. Nur ihre allzu schmale Pension bringt Paulette immer wieder auf die Palme. Als ihr eines Abends beim Müllrausbringen ein Päckchen Marihuana in den Schoß fällt, beschließt Paulette, ihrer Geldmisere ein Ende zu machen. Paulette wird Haschisch-Dealer! Als ehemalige Konditor-Meisterin bringt sie für diesen Job neben einem ausgeprägten Geschäftssinn und echten Giftzwerg-Qualitäten auch grandiose Back-Künste und hilfreiche Freundinnen vom Nachmittagstee mit – Vorteile, die ihrer Lederjacken-tragenden Konkurrenz im Viertel eindeutig abgehen. Plötzlich gibt es nicht nur einen neuen Dealer im Quartier. Paulette wird bald zur unbezwingbaren Königin des kultivierten Drogenhandels. Erst als die mächtigen Hintermänner der lokalen Drogenversorgung Paulettes Talent für sich nutzen wollen und sogar ihren Enkelsohn als Geisel nehmen, wird die Sache ungemütlich. Doch Paulette und ihre Freundinnen haben da eine Idee, wie man sich die garstigen Mafiosis vom Hals halten kann, bevor irgendjemand ins Gras beißt...

Der Millionenhit aus Frankreich überzeugt nicht nur mit seiner grandiosen Hauptdarstellerin, der César-Preisträgerin Bernadette Lafont, sondern auch mit viel Witz, Esprit und meisterhaft geschliffenen Dialogen. Großes Kino über radikale Selbstbestimmung und ungewöhnliche Freundschaften – PAULETTE ist erfrischend anders, berührend und schreiend komisch.

Mittwoch, 16. Juli 2014, 20:00 Uhr   
     
Vereinsheim Musikverein Stetten, Frauenländerstrasse 34

Frida

Land/Jahr: USA/CDN/MEX 2002  Regie: Julie Taymor  Länge: 123 Min. Altersfreigabe: ab 12 J.

Nachdem Frida Kahlo (Salma Hayek) 1925 im Alter von 18 bei einem Busunfall schwer verletzt wurde, beginnt sie wie besessen zu malen. Mit dem Pinsel therapiert sie im Bett ihre psychischen und physischen Schmerzen. Gerade auf dem Weg der Besserung lernt sie Diego Rivera (Alfred Molina) kennen und bitte ihn, ehrlich ihr Talent einzuschätzen. Er ist begeistert von ihrem Können - und auch von ihrer Schönheit. Bald schon heiraten sie und werden zu einem der schillerndsten und aufregendsten Paare des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam erobern sie die Kunstwelt. Ihre ungewöhnliche Liebesgeschichte, die Bisexualität, Polygamie und eine Scheidung überlebt, geht durch Täler und über Berge. Sie hält bis zum Tode Fridas.

Diese Künstlerbiografie in satten Farben ist Salma Hayeks Triumph. Der mexikanische Hollywoodstar kämpfte lange um das Projekt und spielt eine der faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts mit Lust, Verzweiflung und Intensität. An den Stationen eines voll ausgelebten Lebens begegnen wir Trotzki (Geoffrey Rush) als Fridas Liebhaber und Nelson Rockefeller (Edward Norton) als reichen Banausen.

Eine mitreißende und gewaltige Love-Story, die unter die Haut geht, ein gefährlicher Tanz auf dem Vulkan unkontrollierter Gefühle.

Mittwoch, 24. September 2014, 19:30 Uhr

Ev. Gemeindehaus Stetten, Mühlstr. 1
In Kooperation mit dem AK Asyl

Rey Negro

Film und Konzert mit Sergio Vesely

Land/Jahr: D/CL  2003    Regie: Winfried Oelsner    Länge: 80 Min.

Chile 1975. Der junge Untergrundkämpfer Sergio Vesely verschwindet nach Verhaftung und Folter durch die Geheimpolizei für zwei Jahre in den Lagern der Pinochet Diktatur.

Fast 30 Jahre später begab sich Sergio auf eine Reise in seine Vergangenheit. Aus Esslingen kehrt er zurück in sein Heimatland Chile, um Melinka wieder zu finden, ein damals im Lager geborenes Mädchen, das er nie vergessen hat. Für sie schrieb Sergio sein erstes Lied, ein Lied das sein ganzes Leben verändern sollte.

„Rey Negro“ ist ein emotionales Roadmovie durch die Lebensgeschichte eines faszinierenden Musikers und Poeten, der die Hoffnung nie aufgab, im Gefängnis seine Freiheit fand und sie nie wieder verlor.

Sergio Vesely wurde 1952 in Chile geboren. Während der Militärdiktatur (1973-1990) verbrachte er 22 Monate in verschiedenen Gefangenenlagern, Gefängnissen und Folterzentren. 1976 erhielt er in der Bundesrepublik Deutschland politisches Asyl.

Sergio Vesely wird an diesem Abend anwesend sein und seinen Film live musikalisch umrahmen.
Anschließend kann man noch ein „verkürztes“ Konzert der besonderen Art von ihm erleben und mit ihm ins Gespräch kommen.

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