DAS PROGRAMM

Sonntag, 13. September 2015, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Rush – alles für den Sieg

Land/Jahr: D/GB/US 2013       Regie: Ron Howard     Länge: 123 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

„Mit nahezu todesverachtender Geschwindigkeit rauschen die Fahrer der Formel 1 über die Rennpiste: Seit 1950 beeindruckt dieser Motorsport durch immer ausgefeiltere Technik, aber vor allem durch die persönlichen Duelle der Fahrer. Rush – Alles auf Sieg wirft einen Blick zurück und widmet sich einem dieser Duelle, das Mitte der 1970er zwei besonders erbitterte Konkurrenten hervorbrachte.

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein: Der Lebemann James Hunt (Chris Hemsworth) ist für sein ausschweifendes Leben bekannt, zusätzlich befeuert durch die Beziehung mit dem umfeierten Model Suzy Miller (Olivia Wilde). Der risikofreudige Fahrer lebt jeden Tag wie seinen letzten, auch jenseits der Rennstrecke. Der Liebling von Medien und Frauen lebt ein Leben voller Sex, Luxus und Partys. Auf der anderen Seite steht der kühle Kopf und Stratege Niki Lauda (Daniel Brühl). Seinen Mangel an Charisma und gutem Aussehen kompensiert er durch sein unglaubliches Talent, sowohl technisch als auch fahrerisch alles aus seinem Auto herauszuholen, ohne die Grenzen zu überschreiten. Doch so unterschiedlich sie auch sind, beide eint ein Ziel: der Sieg der Weltmeisterschaft.

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Freitag, 16. Oktober 2015, 20:00 Uhr,
Glockenkelter Stetten

In Zusammenarbeit mit der Gemeindebücherei Kernen

Das finstere Tal

Land/Jahr: A/D 2013       Regie: Andreas Prochaska     Länge: 115 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Über einen versteckten Pfad, irgendwo hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter Ende des 19. Jahrhunderts ein kleines Dorf, das sich zwischen unwirkliche Gipfel duckt. Niemand weiß, woher dieser Fremde kommt, der sich Greider nennt, und niemand will ihn hier haben. Nachdem der Schnee das Dorf eingeschlossen hat und kaum ein Sonnenstrahl mehr das Tal erreicht, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem einer der Söhne des Dorfpatriarchen stirbt. Als der nächste Sohn auf mysteriöse Weise umkommt, wird klar, dass es sich wohl nicht um einen Zufall gehandelt hat: Die Familie muss büßen – Greider hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen…

Sergio Corbucci stand Pate für dieses meisterhafte Rachedrama aus Tirol. Sam Riley gibt den wortkargen Helden so cool wie einst Clint Eastwood. Die visuell famose Bildsprache sowie die raffinierte Dramaturgie schaffen cleveres Genrekino, wie es hierzulande selten zu erleben ist. Ein perfekter Schneewestern! (programmkino.de)

Die Verfilmung eines Romans von Thomas Willmann wirkt in manchen Elementen überstilisiert, zeichnet jedoch ein atmosphärisch dichtes Bild von einem Mikrokosmos, in dem Terror und Gewalt herrschen. (film-dienst)

Bayerischer Filmpreis 2013:
- Beste Regie und bester Darsteller (Tobias Moretti)

Deutscher Filmpreis 2014:
- Bester programmfüllender Spielfilm in Silber
- Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle (Tobias Moretti)
- Beste Kamera/Bildgestaltung (Thomas W. Kiennast)
- Bestes Szenenbild (Claus Rudolf Amler)
- Bestes Kostümbild (Natascha Curtius-Noss)
- Bestes Maskenbild (Helene Lang, Roman Braunhofer)
- Beste Filmmusik (Matthias Weber)
- Beste Tongestaltung (Dietmar Zuson, Christof Ebhardt, Tschangis Chahrokh)


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Mittwoch, 18. November 2015, 20:00 Uhr,
Alte Kelter Rommelshausen, Kelterstraße 84

Citizenfour

Land/Jahr: USA 2014       Regie: Laura Poitras     Länge: 113 Min.
Altersfreigabe: uneingeschränkt

Kaum anderthalb Jahre ist es her, dass einer der größten Überwachungsskandale der Geschichte ans Licht der Öffentlichkeit kam. Dass Poitras' Dokumentar-Thriller jetzt schon in die Kinos kommt, verschafft ihm besondere Relevanz! Was er über den immer noch weitgehend unbekannten Menschen hinter den Enthüllungen erzählt, macht ihn zu einem herausragenden Film. CITIZENFOUR der Pulitzerpreis-Trägerin Laura Poitras ist atemberaubend spannend,  eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft.

Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und die Journalisten Glenn Greenwald und Ewen MacAskill nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden. Acht Tage dauert das Interview, das das Trio mit Snowden in einem Hotelzimmer führt und das das Herzstück des Films bildet. In den Minuten davor und danach zeichnet Poitras in groben Zügen die Vorgeschichte und das Nachspiel. Diese Passagen zeigen vor allem zwei Dinge: Zum einen, wie wenig sich durch die skandalösen Enthüllungen bislang geändert hat, zum anderen aber auch, welche Bedeutung der Mut Snowdens hatte. In den letzten Minuten des Films ist von einem weiteren Whistleblower die Rede, der sich Snowden zum Vorbild nahm. 

Prämiert mit dem Oscar 2015 als bester Dokumentarfilm.

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Freitag 4. Dezember 2015, 17:00 Uhr,
Glockenkelter Stetten

The Liverpool Goalie oder: Wie man die Schulzeit überlebt!

Land/Jahr: N 2010       Regie: Arild Andresen      Länge: 87 Min.  Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Der 13-jährige Jo sieht sich nach dem Unfalltod seines Vaters unter der häuslichen Dusche mit Problemen konfrontiert, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Die Mutter möchte den Jungen vor den Gefahren des Alltags bewahren. Dieser wird durch diese Form der Überfürsorge immer ängstlicher, flüchtet sich in Tagträume und sieht sogar beim Fußballspielen in erster Linie die möglichen Gefahren und nicht etwa die Vorteile und den Spaß. Wenn er schon eine Niete beim Fußball ist, hofft Jo wenigstens durch das Sammeln von Fußballkarten über den FC Liverpool an Achtung zu gewinnen. Denn die Karte mit dem Liverpool-Torwart hat bisher noch niemand in der Klasse. Jo wird auch von Tom Erik, dem stärksten Jungen in der Klasse, erpresst und muss für ihn täglich dessen Hausaufgaben machen.

Die Situation ändert sich schlagartig, als mit Mari eine neue Mitschülerin in Jos Leben tritt. Jo ist begeistert von diesem Mädchen, dass nicht nur wie er selbst ungewöhnlich gut in Mathe ist, sondern obendrein viel mutiger als er und dazu noch eine talentierte Fußballspielerin. Trotz großer Anlaufschwierigkeiten, Mari seine Liebe zu gestehen, kommen die beiden zusammen. Als sie allerdings erfährt, dass Jo sie angelogen hat und ein Feigling ist, wendet Mari sich wieder von ihm ab und scheinbar seinem besten Freund Einar zu. Der allerdings hat ebenfalls so seine Probleme mit der Wahrheit und spielt mit „verdeckten Karten“. So wird es für Jo allerhöchste Zeit, ein Stück erwachsener zu werden und seinen ganzen Mut aufzubringen, um Mari und ihr Herz vielleicht doch wieder zurückzugewinnen.

Berlinale 2011: Gläserner Bär (Kinderjury Generation KPlus)

LUCAS Kinderfilmfestival Frankfurt 2011: Don-Quijote-Preis der FICC-Jury

Final Cut Marburger Kinder- und Jugendfilmfestival 2011: Bester Kinderfilm

Internationales Kinderfilmfestival Montreal 2011: Hauptpreis

Internationales Kinder- und Jugendfilmfestival Zlín 2011: Golden Slipper – bester Kinderfilm

Haugesund Film Festival 2011, Norwegen: 3 Amanda Awards

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Freitag, 4. Dezember 2015,
Glockenkelter Stetten

Das Salz der Erde

Land/Jahr: F/BR 2014  Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado
Länge: 110 Min.   Altersfreigabe: ab 12 Jahren

In den vergangenen 40 Jahren hat der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado auf allen Kontinenten die Spuren unserer sich wandelnden Welt und Menschheitsgeschichte dokumentiert. Dabei war er Zeuge wichtiger Ereignisse der letzten Jahrzehnte – von internationalen Konflikten, Kriegen und ihren Folgen, von Hungersnöten, Vertreibung und Leid. Seine beeindruckenden Fotoreportagen haben den Blick auf unsere Welt geformt.

Salgado selbst wäre seelisch an dieser Aufgabe fast zugrunde gegangen, wenn er nicht ein neues, ein gigantisches Fotoprojekt begonnen hätte: „Genesis“. Fast die Hälfte unseres Planeten ist bis zum heutigen Tag unberührt. Mit seiner Kamera widmet sich Salgado seit nunmehr fast einem Jahrzehnt diesen paradiesischen Orten unserer Erde, kehrt an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart uns eine wunderbare Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Der Film präsentiert Salgados Leben und Arbeit aus der Perspektive zweier Regisseure: der seines Sohnes Juliano Ribeiro Salgado, der seinen Vater in den vergangenen Jahren oft mit der Filmkamera begleitete, und der von Wim Wenders, Bewunderer von Salgados Fotokunst, selbst Fotograf und einer der großen Filmemacher unserer Zeit.

Das Salz der Erde wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014 in der Sektion „Un Certain Regard“ mit dem Spezialpreis ausgezeichnet.

Im Rahmen der 14. Filmkunstmesse Leipzig 2014 erhielt der Film von der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater den Gilde-Filmpreis als Beste Dokumentation.

Nominiert für den Oscar 2015 als bester Dokumentarfilm.

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