DAS PROGRAMM

Dienstag, 27. Januar 2015, 20:00 Uhr

Film in englischer Sprache
In Zusammenarbeit mit der VHS Unteres Remstal

Calendar Girls

Land/Jahr: USA/GB  2003   Regie: Nigel Cole   Länge: 108 Min. Altersfreigabe: uneingeschränkt

Das Rylstone Women's Institute, eine Vereinigung biederer Hausfrauen aus dem britischen North Yorkshire, bringt alljährlich einen Kalender heraus, um Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Als eine der Frauen ihren Ehemann durch Leukämie verliert, bekämpft sie Trauer und Depression auf gar ungewöhnlich Weise: Sie schlägt ihren Freundinnen vor, in diesem Jahr zugunsten der Krebshilfe auf die üblichen Blumen- oder Tierbilder zu verzichten, und stattdessen selbst in aller gottgefälliger Nacktheit vor die Kamera zu treten. Nach anfänglichem Zögern kommt der Vorschlag an und bleibt nicht ohne weitreichende Folgen...

Komödie mit Helen Mirren, Penelope Wilton und Julie Walters im Stil von „Ganz oder gar nicht“

Mittwoch, 11. Februar 2015, 20:00 Uhr,

In Zusammenarbeit mit dem Mobilen Kino Ludwigsburg und der Allmende Stetten,
Eintritt einheitlich 6 Euro

Wer rettet wen?

Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit

Land/Jahr: D  2015   Regie: Leslie Franke und Herdolor Lorenz  
Länge: 90 Min.   Altersfreigabe: uneingeschränkt

Seit Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Der Film „Wer Rettet Wen“ zeigt, wer dabei wirklich gerettet wird: Nie ging es um die Rettung der Griechen, nie um die der Spanier oder Portugiesen. Stets geht es nur um das Wohl der Hauptverdiener an diesen Krisen: den dort mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken. Uns Steuerzahlern und sozial Benachteiligten hingegen werden bis heute milliardenschwere Risiken zugemutet! Für große Banken ist die Finanzkrise dagegen vor allem ein Geschäftsmodell!

Viele Menschen ahnen, dass da etwas schief läuft. Sie fühlen sich ausgeliefert, weil sie das Spiel der Milliarden nicht verstehen. Der Film „Wer Rettet Wen“ soll helfen, die eigenen Interesse zu erkennen und die wesentlichen Strukturen und Mechanismen des Finanzkapitals zu durchschauen.

Ein Filmprojekt das den Mächtigen kritisch auf die Finger schaut kann nur unabhängig finanziert werden. „Wer Rettet Wen“ entstand daher als „Film von unten“ – finanziert von denen, die ihn sehen und zeigen wollen. Das Kommunale Kino und die Allmende Stetten haben sich an der Finanzierung des Films beteiligt.

Die Premiere findet am 11. Februar zeitgleich in über 250 europäischen Städten und Gemeinden statt, in denen Initiativen zum Zustandekommen dieses Projekts beigetragen haben. Darunter auch in Stetten.

Weitere Infos zu dem Filmprojekt unter www.wer-rettet-wen.org

Freitag, 13. März 2015, 17:00 und 20:00 Uhr
"La Salle am Schloss" der Diakonie Stetten, Schlossberg 4

In Zusammenarbeit mit Diakonie Stetten

Vielen Dank für Nichts

Land/Jahr: CH/D 2013   Regie: Stefan Hillebrand und Oliver Paulus Länge: 98 Min.   Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Nach einem Snowboardunfall sitzt Valentin plötzlich im Rollstuhl, und als wäre das nicht genug, zwingt ihn seine Mutter dazu, an einem Theaterprojekt für Behinderte teilzunehmen. Valentins Frust sitzt tief. Erst als er die schöne Pflegerin Mira kennen lernt, scheint nicht mehr alles elend zu sein. Aber es gibt auch ein Problem: Mira ist mit Marc liiert. Valentin beschließt, den Kampf mit dem gesunden, erfolgreichen und gut aussehenden Nebenbuhler aufzunehmen. Voller Begeisterung bieten sich Lukas und Titus, seine beiden behinderten Mitbewohner, als Komplizen an. Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft – und eines Abenteuers mit höchst ungewissem Ausgang.

Montag, 13. April 2015, 20:00 Uhr
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Populärmusik aus Vittula

Land/Jahr: FIN/S  2004     Regie: Reza Bagher     Länge: 105 Min.   
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Matti und Niila sind beste Freunde. Gemeinsam wachsen sie während den 1960er und 1970er Jahren im kleinen Örtchen Pajala, oder auch Vittulajänkkä genannt, auf. Die Grenzregion zwischen Schweden und Finnland ist jedoch hauptsächlich von ländlicher Einfachheit geprägt und schon bald merken die zwei Jungs, dass es so nicht weitergehen kann. Getrieben von ihrem unersättlichen Freiheitsdrang, durchbrechen sie die auferlegten Grenzen und wollen auch die Welt außerhalb ihres Kaffs kennen lernen. Die Leidenschaft zum Rock ‘n’ Roll ist nur ein Schritt in diese Richtung, doch der Weg zum Erwachsenwerden ist ein mühseliger und erfordert vor allem Durchhaltevermögen und Durchsetzungswillen.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mikael Niemi versucht Regisseur Reza Bagher das vorhandene Potential des Adoleszenzdramas auszuschöpfen. Auf der einen Seite werden natürlich obligatorische Themen wie eine schwierige Kindheit, die Unterdrückung beziehungsweise der Druck durch die Familie angesprochen. Auf der anderen Seite geht jedoch dank der mitfühlenden Herangehensweise kein plakatives Abhandeln dieser Motive vonstatten und genau dadurch wird Polulärmusik aus.

Freitag, 8. Mai 2015, 20:00 Uhr,
Alte Kelter Rommelshausen, Kelterstraße 84

Silvi

Land/Jahr: D 2013     Regie: Nico Sommer     Länge: 97 Min.  
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

“Ich kenne jede Falte an dir. Das ist doch ein Alptraum!”
Silvi wird von ihrem Mann verlassen und damit ist ihre langjährige Ehe gescheitert. Die 47jährige steht plötzlich an einem Wendepunkt. Getrieben von innerer Sehnsucht entscheidet sich Silvi für einen Neuanfang und mit einer Mischung aus Entschlossenheit und Naivität packt sie ihr neues Leben an. Anonymer Sex, Zärtlichkeit im Dunkeln und aberwitzige Männer spülen sie in ein emotionales Chaos aus Liebe, Lust und Grenzerfahrung. Die Suche nach einem neuen Partner wird zu einer echten Herausforderung….

2013 lief Silvi äußerst erfolgreich auf dem Achtung Berlin Festival. Er wurde dort als Bester Spielfilm mit dem New Berlin Award ausgezeichnet und erhielt außerdem den Preis des Verbandes der deutschen Filmkritik.

Lina Wendel erhielt für ihre Darstellung der Silvi mehrere Auszeichnungen, unter anderem den deutschen Schauspielpreis 2014 für die beste weibliche Hauptrolle.

Dienstag, 16. Juni 2015, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Die Welle

Land/Jahr: D 2008     Regie: Dennis Gansel     Länge: 107 Min.  
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Faschismus? Das war einmal! Die Verirrung vergangener Generationen und heute gar nicht mehr möglich. So zumindest ist die landläufige Meinung unter den Schülern des Gymnasiallehrers Rainer Wenger (Jürgen Vogel). Damit kann sich Herr Wenger nicht abfinden. Er startet in seiner Klasse ein Experiment, das den Schülern die Entstehung einer Diktatur am eigenen Leibe vor Augen führen soll. Die Schüler sollen eine Organisation formen, in der Begriffe wie Disziplin und Gemeinschaft die wichtigsten Güter sind. Er selbst ernennt sich zum Anführer der Bewegung und tauft sie: Die Welle.

Doch wo Gemeinschaft ist, gibt es schnell auch diejenigen, die nicht dazu gehören wollen oder sollen. Schon wenige Tage nach Beginn des Experiments, werden diese Außenseiter von den Mitgliedern der Welle gemobbt, gehänselt und schließlich sogar misshandelt. Wenger muss erkennen, dass er die Kontrolle über das Experiment zunehmend verliert und dass die Lektion für seine Schüler auch ihn unvorbereitet trifft.

Die Welle ist die Verfilmung des Romans von Morton Rhue. Dieser geht wiederum auf ein reales Experiment zurück, das 1967 unter dem Namen ‘The Third Wave’ in Kalifornien stattfand.

Beim Deutschen Filmpreises 2008 erhielt Die Welle den Preis für die Beste männliche Nebenrolle (Frederick Lau) und den Filmpreis in Bronze in der Kategorie Spielfilm.

Dienstag, 7. Juli 2015, 20:00 Uhr,
Alte Kelter Rommelshausen, Kelterstraße 84

Sein letztes Rennen

Land/Jahr: D 2013     Regie: Kilian Riedhof     Länge: 115 Min.   
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Paul Averhoff (Dieter Hallervorden) hat 1956 als Marathonläufer olympisches Gold geholt. Er war eine Legende. Doch jetzt, im Alter, müssen Paul und seine Frau Margot (Tatja Seibt) nach vielen glücklichen Jahren von Zuhause ausziehen und ins Altenheim. Ihre Tochter Birgit (Heike Makatsch) fliegt als Stewardess um die Welt und kann sich nicht mehr kümmern. So findet sich Paul auf einmal zwischen Singkreis und Bastelstunde wieder - und fühlt sich wie scheintot. Das soll es nun gewesen sein? Nicht mit Paul! Er holt seine alten Laufschuhe hervor und beginnt im Park seine Runden zu drehen…

Mittwoch, 26. August 2015, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Mitternachtstango

Land/Jahr: D/FIN/ARG 2013       Regie: Viviane Blumenschein 
Länge: 82 Min.      Altersfreigabe: uneingeschränkt

„Der Ursprung des Tango ist ein großes Missverständnis. Die Uruguayer und auch die Argentinier wollen ihn erfunden haben. Aber eigentlich entstand er im Osten Finnlands.“ (Aki Kaurismäki)

Leidenschaft, Gefühl und Sehnsucht – der Tango verbindet Generationen von heißblütigen Tänzern und Musikern. Nicht nur in Argentinien und Uruguay, sondern auch in Finnland. Dem Land der Saunen, Seen und schweigsamen Menschen. Und der Heimat des Tangos, behauptet zumindest der berühmte finnische Regisseur Aki Kaurismäki. In MITTSOMMERNACHTSTANGO begleitet Regisseurin Viviane Blumenschein drei temperamentvollen, argentinischen Tango-Musiker auf ihrem Road Trip durch Finnland, auf der Suche nach den wahren Ursprüngen des Tangos. Während sie fahrbaren Ein-Mann-Saunen, endlosen Wäldern und vollen Tango-Tanzböden begegnen, entdecken die Musiker in lauen Mittsommernächten den Charme der finnischen Tango-Interpretation. Auf ihrer Reise treffen sie die finnischen Größen des Tangos und lassen ihre Skepsis beim gemeinsamen Musikmachen mehr und mehr verfliegen.

»Es war ein Experiment«, sagt die Regisseurin Vivianne Blumenschein, das sich mitunter verselbstständigt habe. »Es entstanden bei den Dreharbeiten tolle Jam-Sessions, die wir gar nicht stoppen konnten.« Der finnische Tango ist melancholischer als der argentinische, ein vor allem auf den Mann rhythmisierter Tanz. Ist es die fehlende wärmende Sonne, die zur Kälte Finnlands auch noch die Vertreibung der Nacht addiert, die dem finnischen Tango seine Tiefe gibt?

»Mich hat vor allem der Culture Clash interessiert«, sagt die Regisseurin. Es geht ihr letztlich gar nicht darum zu klären, wer den Tango erfunden hat. Diese Musik hat zwei Seelen - eine argentinische und eine finnische. Das ist eine emotionale Erkenntnis, die uns »Mitternachtstango« beschert. Ein heißer Aufguss mit Moll-Akkorden. Wunderbar! (Thomas Schneider).

Sonntag, 13. September 2015, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Rush – alles für den Sieg

Land/Jahr: D/GB/US 2013       Regie: Ron Howard     Länge: 123 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

„Mit nahezu todesverachtender Geschwindigkeit rauschen die Fahrer der Formel 1 über die Rennpiste: Seit 1950 beeindruckt dieser Motorsport durch immer ausgefeiltere Technik, aber vor allem durch die persönlichen Duelle der Fahrer. Rush – Alles auf Sieg wirft einen Blick zurück und widmet sich einem dieser Duelle, das Mitte der 1970er zwei besonders erbitterte Konkurrenten hervorbrachte.

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein: Der Lebemann James Hunt (Chris Hemsworth) ist für sein ausschweifendes Leben bekannt, zusätzlich befeuert durch die Beziehung mit dem umfeierten Model Suzy Miller (Olivia Wilde). Der risikofreudige Fahrer lebt jeden Tag wie seinen letzten, auch jenseits der Rennstrecke. Der Liebling von Medien und Frauen lebt ein Leben voller Sex, Luxus und Partys. Auf der anderen Seite steht der kühle Kopf und Stratege Niki Lauda (Daniel Brühl). Seinen Mangel an Charisma und gutem Aussehen kompensiert er durch sein unglaubliches Talent, sowohl technisch als auch fahrerisch alles aus seinem Auto herauszuholen, ohne die Grenzen zu überschreiten. Doch so unterschiedlich sie auch sind, beide eint ein Ziel: der Sieg der Weltmeisterschaft.

Freitag, 16. Oktober 2015, 20:00 Uhr

Das finstere Tal

Land/Jahr: A/D 2013       Regie: Andreas Prochaska     Länge: 115 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Über einen versteckten Pfad, irgendwo hoch oben in den Alpen, erreicht ein einsamer Reiter Ende des 19. Jahrhunderts ein kleines Dorf, das sich zwischen unwirkliche Gipfel duckt. Niemand weiß, woher dieser Fremde kommt, der sich Greider nennt, und niemand will ihn hier haben. Nachdem der Schnee das Dorf eingeschlossen hat und kaum ein Sonnenstrahl mehr das Tal erreicht, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem einer der Söhne des Dorfpatriarchen stirbt. Als der nächste Sohn auf mysteriöse Weise umkommt, wird klar, dass es sich wohl nicht um einen Zufall gehandelt hat: Die Familie muss büßen – Greider hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen…

Sergio Corbucci stand Pate für dieses meisterhafte Rachedrama aus Tirol. Sam Riley gibt den wortkargen Helden so cool wie einst Clint Eastwood. Die visuell famose Bildsprache sowie die raffinierte Dramaturgie schaffen cleveres Genrekino, wie es hierzulande selten zu erleben ist. Ein perfekter Schneewestern! (programmkino.de)

Die Verfilmung eines Romans von Thomas Willmann wirkt in manchen Elementen überstilisiert, zeichnet jedoch ein atmosphärisch dichtes Bild von einem Mikrokosmos, in dem Terror und Gewalt herrschen. (film-dienst)

Bayerischer Filmpreis 2013:
- Beste Regie und bester Darsteller (Tobias Moretti)

Deutscher Filmpreis 2014:
- Bester programmfüllender Spielfilm in Silber
- Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle (Tobias Moretti)
- Beste Kamera/Bildgestaltung (Thomas W. Kiennast)
- Bestes Szenenbild (Claus Rudolf Amler)
- Bestes Kostümbild (Natascha Curtius-Noss)
- Bestes Maskenbild (Helene Lang, Roman Braunhofer)
- Beste Filmmusik (Matthias Weber)
- Beste Tongestaltung (Dietmar Zuson, Christof Ebhardt, Tschangis Chahrokh)

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