DAS PROGRAMM

Dienstag, 24. Januar 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Film in englischer Sprache
In Zusammenarbeit mit der VHS Unteres Remstal

Love actually

Land/Jahr: GB  2003    Regie: Richard Curtis    Länge: 135 Min.  
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Die romantische, sensationell besetzte Komödie des Regisseurs Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill", "Bridget Jones") ist in Deutschland unter dem Titel „Tatsächlich … Liebe“ bekannt.

London, zwei Monate vor Weihnachten: Parallel entwickeln sich zehn verschiedene Geschichten über die Liebe, die sich am 24. Dezember miteinander verbinden. Unter anderem verliebt sich der brandneue, unverheiratete Premierminister in das Mädchen, das ihm den Tee bringt, eine andere Geschichte folgt den Eheproblemen der Schwester des Premierministers und eine weitere der Beziehung eines Vaters zu seinem jungen Stiefsohn.

Das Staraufgebot in diesem Film reicht von Colin Firth über Hugh Grant, Liam Neelson, Emma Thompson, Rowan Atkinson bis zu Heike Makatsch.

Donnerstag, 23. Februar 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Suffragette – Taten statt Worte

Land/Jahr: GB 2015     Regie: Sarah Gavron     Länge: 107 Min.      
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Leidenschaftlich und fesselnd erzählt Regisseurin Sarah Gavron in ihrem Film von den Pionierinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts das Wahlrecht für Frauen durchsetzten.

1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau. Die sogenannten „Suffragetten“ waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren – ihre Arbeit, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Der Film erzählt die spannende und inspirierende Geschichte ihres herzzerreißenden Kampfs um Würde und Selbstbestimmung. Unter anderem spielen in dem Film Meryl Streep, Carey Mulligan und Helena Bonham Carter.

Engagiert beleuchtet Regisseurin Sarah Gavron den mit zivilem Ungehorsam geführten Kampf der Suffragetten. Weder beschönigt die Britin, noch verfällt sie in nostalgisches überlebensgroßes Heldinnenpathos. Die fast dokumentarisch anmutenden Szenen wirken bis ins Detail authentisch. (programmkino.de)

Ein wichtiger, beeindruckender und bewegender Film, der eine Geschichte erzählt, die heute ebenso aktuell ist wie damals. Und die genau so erzählt werden muss. (FBW)

Montag, 13. März 2016, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Schmidts Katze

Land/Jahr: DE 2015   Regie: Marc Schlegel   Länge: 90 Min.   
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Der verklemmte Werner Schmidt sucht seit dem Tod seiner Mutter eine Frau. Bisher erfolglos. Seinen Frust darüber bekämpft er auf eine ihm ganz eigene Weise: beim nächtlichen Brandstiften. Nichts ist entspannender als eine bis ins Detail geplante Auto-Explosion. Findet er.

Eines Nachts verletzt er dabei allerdings ungewollt eine Frau, Sibylle. In Panik nimmt Werner sie mit nach Hause. Ein Fehler! Nun hat er zwar eine Frau im Haus, aber eine, die er dort gar nicht haben will. Sibylle mischt Werners Leben gehörig auf, denn sie hat nicht vor, sein Haus so schnell wieder zu verlassen. Sie wird vom kriminellen Frehse verfolgt und sucht nun Unterschlupf.

Bald ist nicht nur Sibylles Leben in Gefahr, sondern auch Werners. Freund Uwe wird zusätzlich zum Problem für Werner. Er beschließt, mit einer eigens gegründeten Bürgerwehr, den unbekannten Brandstifter dingfest zu machen. Das pyromanische Geheimnis droht aufzufliegen. Am Ende ist die schwäbische Immobilien-Mafia hinter Werner und Sibylle her. Das ungleiche Paar muss sich wohl oder übel zusammenraufen…

Regisseur Marc Schlegel, Jahrgang 1982 und Sohn des Stettener Ochsenwirts, studierte Regie an der Filmakademie Wien. Seine Abschlussarbeit „Das Begräbnis des Harald Kramer“ haben wir letztes Jahr in Stetten gezeigt. Die Komödie „Schmidt´s Katze“ ist sein erster 90 Minuten Film.

Marc Schlegel wird bei der Veranstaltung anwesend sein.

Freitag, 24. März 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Toni Erdmann

Land/Jahr: AT/DE 2016     Regie: Maren Ade     Länge: 162 Min.     
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Winfried, ein sozialromantischer Alt-68er (Peter Simonischek), beschließt spontan und unangekündigt seine Tochter Ines in Rumänien zu besuchen. Ines versucht dort als Unternehmensberaterin aufzusteigen und sich in einer Männerdomäne zu behaupten. Doch Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben. Es kommt zum Eklat.  Statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, verwandelt sich Winfried in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er mischt sich in ihr Berufsleben ein und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Doch je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich…

Das alles ist derart intensiv und glaubwürdig gespielt, dass hier – in einer völlig neuen Form von Komödie – die Traurigkeit unseres Lebens zwischen Weinen und Lachen hochemotional verhandelt wird. (programmkino.de)

Cannes hat diesen Film gesehen und verrückt gespielt. Erst die Kritiker, dann das Publikum, dann die gesamte Branche. (Süddeutsche Zeitung)

Und über allem thronte in Cannes Toni Erdmann, ein meisterhaft punkiges Werk, das eine kollektive Katharsis gleich einem Erdbeben auslöste. (Le Monde)

Toni Erdmann ist eine Sensation. Eine feinsinnige Komödie über eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung und die Plausibilität des Irrwitzigen. (Die Zeit)

Originell bis ins Absurde. Vorbildlos, als würde die Komik im deutschen Kino gerade erst erfunden. (Deutschlandradio Kultur)

Im Dezember 2016 wurde Toni Erdmann bei den European Film Awards mit dem Hauptpreis als Bester Europäischer Spielfilm ausgezeichnet!
Daneben erhielt der Film das europäische Pendant zum amerikanischen Oscar auch noch in vier weiteren Kategorien:
Beste Regie (Maren Ade)
Bestes Drehbuch (Maren Ade)
Bester Schauspieler (Peter Simonischek)
Beste Schauspielerin (Sandra Hüller)

Dienstag, 4. April 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

In Zusammenarbeit mit der VHS Unteres Remstal

Das Labyrinth der Wörter

Land/Jahr: FR  2010   Regie: Jean Becker   Länge: 83 Min.   
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Manchmal kann eine Begegnung das ganze Leben verändern. Hier ist es das Treffen des ungebildeten und auch recht ungehobelten Germain (Gérard Depardieu) und der kleinen alten Margueritte, die eine große Leidenschaft für Bücher hat. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen die beiden und doch setzt sich Germain zufällig neben sie. Sie treffen sich immer wieder im Park und Margueritte liest ihm Passagen aus den großen Romanen der Weltliteratur vor, öffnet eine für ihn bisher verborgen gebliebene, magische Welt. Doch Margueritte verliert langsam ihr Augenlicht und Germain tut alles, sich bei ihr zu revanchieren.

Regisseur Jean Becker ist ein zu Herzen gehender, lustiger, und durch und durch menschlicher Film gelungen, der mit meisterhafter, auf den Punkt gebrachter Leichtigkeit sein Thema beschwört: den Realismus des Landlebens, den Charme und die Kultiviertheit des Herzens der so genannten „Kleinen Leute“.

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