DAS PROGRAMM

Freitag, 30. Juni 2017, 20:00 Uhr, Glockenkelter

Stummfilm mit Live-Musikbegleitung zur aktuellen Carl Lämmle Ausstellung

In Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Baden Württemberg und KuKuK Kernen

Das Phantom der Oper

Land/Jahr: US 1925    Regie: Lon Chaney und Rupert Julian    
Länge: 90 Min.     Altersfreigabe: unbegrenzt


Anlässlich der aktuellen Carl Lämmle Ausstellung in Stuttgart zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Baden Württemberg einen Stummfilm dieses deutschen Filmproduzenten und „Hollywood-Gründers“. Ein Kurator vom Haus der Geschichte wird einleitend eine kurze Einführung in das Leben und Werk Carl Lämmles geben.

Der anschließende Film wird von Günter A. Buchwald live musikalisch begleitet. Schon seit 1978 vertont er Stummfilme mit Klavier, Orgel, Violine und Viola. Viele davon sind auf DVD veröffentlicht.

Zum Inhalt des Films:

Die Pariser Oper. Ein mysteriöses Phantom droht den neuen Direktoren der berühmten Musikbühne mit einer bevorstehenden Katastrophe, sollte nicht die junge Sängerin Christine Daaé, die Zweitbesetzung der Hauptdarstellerin, deren Part übernehmen. Als die Drohung verhallt, hält das Phantom Wort und verschleppt die junge Frau in sein tief unter der Opernbühne verborgenes Versteck. Der Viscount Raoul Chagny, Christines Geliebter, setzt alles daran, sie aus den Fängen des Phantoms zu befreien.

1922 gab Gaston Leroux dem Produzenten Carl Laemmle seinen Roman zu lesen, woraufhin dieser sich gleich die Verfilmungsrechte sicherte. Damit kam er dem Schauspieler Lon Chaney zuvor, der sich die Rechte eigentlich hatte sichern wollen und stattdessen als Hauptdarsteller in das Projekt einstieg. Die Dreharbeiten fanden auf einer großen Bühne statt, die das Opernhaus nachempfand und größer als ein Fußballplatz war (und auf der u. a. Alfred Hitchcock später Der zerrissene Vorhang drehte). Zwischen Regisseur Rupert Julian und Hauptdarsteller Lon Chaney kam es des Öfteren zu Streitigkeiten über die Interpretation der Rolle des Phantoms, so dass Chaney einige Szenen nach eigenem Empfinden gestaltete. Im Laufe der Zeit wurde der Film mehrmals umgeschnitten und durch neue Szenen ergänzt. (Wikipedia)

 „Der Film hat hervorragende Effekte, wie sie selten in einem Bildwerk gezeigt worden sind.“
– Kinomatograph

„Ein dutzendmal wurde Gaston Leroux’ Roman für die Leinwand adaptiert, doch nur Rupert Julians Stummfilm von 1925 wurde zum Klassiker. Für die Rolle des tragischen Titelhelden verwandelte Lon Chaney sein Gesicht in eine schauerliche Totenmaske, die trotz aller Starrheit ein nuanciertes Mienenspiel zuließ.“
– Cinema

    „Mehr Melodram als Horrorfilm, das Spannung mit intensiven, klug berechneten Bildkompositionen schafft. Trotz überdeutlicher Altersspuren – die Anklänge an expressionistische Kulissen sind oberflächlich, das Maskenbild wirkt überholt – ein reizvoller Film, vor allem im Vergleich zu späteren, oft zu grausigen Verfilmungen der klassischen Gruselgeschichte.“
– Lexikon des internationalen Films

 

Dienstag, 18. Juli 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

Die Bücherdiebin

Land/Jahr: DE/US 2014  Regie: Brian Percival   Länge: 131 Min. Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Liesel Meminger ist die Bücherdiebin, ein außergewöhnliches und mutiges Mädchen. Während des Zweiten Weltkriegs zerbricht ihre Familie und Liesel kommt zu den Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann. Durch die Unterstützung ihrer neuen Familie und durch Max, einen jüdischen Flüchtling, der von ihnen versteckt wird, erlernt sie das Lesen. Für Liesel und Max werden die Macht und die Magie der Wörter und ihre Phantasie zur einzigen Möglichkeit, den turbulenten Ereignissen, die um sie herum geschehen, zu entfliehen.

 „Die Bücherdiebin“ ist eine Geschichte über den Krieg und das Leid, das er verursacht. Doch es ist auch ein poetischer Film über Hoffnung, Zuversicht und die unzerstörbare Kraft der Fantasie, die nie verloren geht. Solange es Bücher gibt. (FBW)

Aufwendig produziert, gut gespielt, ernsthaft inszeniert, tränentreibend und beklemmend. Kurzum: eine gelungene Bücherverfilmung. (KulturSPIEGEL)

„Die Bücherdiebin“ ist weniger ein Historiendrama als eine anrührende Coming-of-Age Geschichte, die auch ein junges Publikum anzusprechen vermag. (programmkino.de)

Der Film war nominiert für den Oscars für die beste Filmmusik

Donnerstag, 28. September 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

The Imitation Game

Land/Jahr: GB/US 2014  Regie: Morten Tyldum   Länge: 114 Min. Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Der englische Mathematiker Alan Turing ist so verschroben wie grandios. Dank seiner Fähigkeiten gelingt es dem britischen Geheimdienst im Zweiten Weltkrieg, die als unangreifbar geltende Codierung der deutschen Enigma-Maschine zu knacken, mit der die Nazis ihre Befehle verschlüsseln. Dieses Wissen hat entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf. Der Sieg der Alliierten beschert dem Genie indes keinen Triumph. Seine Meisterleistung bleibt jahrzehntelang top secret. Schlimmer noch: wegen seiner Homosexualität wird er in den 50er Jahren verurteilt und in den Suizid getrieben. Erst 2013 wird Turing von der Queen rehabilitiert – und bekommt mit diesem bewegenden Drama ein eindrucksvolles Denkmal, das ohne viel Wahrscheinlichkeitsrechung höchst Oscar-verdächtig ist. Allen voran Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch, der scheinbar mühelos eine bravouröse Glanzleistung bietet. (programmkino.de).

Faszinierende Mischung aus Spionagefilm, Zeitdokument und Charakterstudie über den Vordenker des Computers. (KulturSPIEGEL)

Der Film erhielt den Publikumspreis Filmfestival Toronto 2014 und war nominiert für 8 Oscars (Film, Regie, Hauptdarsteller (Benedict Cumberbatch), Nebendarstellerin (Keira Knightley), Drehbuch, Schnitt, Ausstattung, Filmmusik)

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