DAS PROGRAMM

Mittwoch, 17. Februar 2016, 20:00 Uhr, Glockenkelter

12 Years a Slave

Land/Jahr: GB/US 2013       Regie: Steve Mc Queen     Länge: 123 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren    Sprache: deutsch

Kurz vor Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs lebt der Afro-Amerikaner Solomon Northup mit seiner Familie ein einfaches aber glückliches Leben als freier Mann. Dies endet abrupt, als er von skrupellosen Geschäftemachern gekidnappt, in die Südstaaten verschleppt und als Sklave verkauft wird. Alle Proteste und Hinweise auf seine verbrieften Freiheitsrechte verhallen ungehört. Er muss unter schlimmsten Bedingungen Fronarbeit leisten. Zwölf lange Jahre sucht er, der Willkür und dem Sadismus des Sklavenhalters Edwin ausgesetzt, nach einem Weg, sich aus der Gefangenschaft zu befreien. Sein Ziel heißt überleben – nur so bleibt ihm die Hoffnung, seine geliebte Familie wieder zu sehen.

Der britische Künstler Steve McQueen gilt als Meister der visuellen Kunst. Mit „Hunger“ und „Shame“ hat er bereits zwei außergewöhnliche Filme gedreht. Gemeinsam ist beiden Werken der charismatische Hauptdarsteller Michael Fassbender, der auch in seinem neuen Film mitspielt. Die wie immer hervorragende Bildgestaltung und exzellente Schauspielleistungen machen „12 Years a Slave“ zu einem in jeder Hinsicht historischen Film. (programmkino.de)

 Oscar 2014: Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste weibliche Nebenrolle

Golden Globe 2014: Bester Film in der Kategorie Drama

British Academy Film Award 2014: Bester Film, Bester Hauptdarsteller

Donnerstag 14. April 2016, 20:00 Uhr,
Musikvereinsheim Stetten, Frauenländerstraße 34

In Zusammenarbeit mit der Allmende Stetten

Zwei Tage, eine Nacht

Land/Jahr: B/FR/IT 2014    Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne
Länge: 95 Min.     Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Sandra soll entlassen werden, es sei denn, sie überredet die Belegschaft, auf den versprochenen Bonus von 1.000 Euro zu verzichten. Ein Wochenende gibt ihr der Chef für diese entwürdigende Mission Zeit. Sie macht sich auf den beschwerlichen Weg, all ihre 16 Kollegen abzuklappern. Denen steht finanziell meist auch das Wasser bis zum Hals, den Bonus haben sie längst einkalkuliert.

Aus dem Herzen der Gesellschaft erzählen die belgischen Regiebrüder Dardenne („Der Junge auf dem Fahrrad“, „L´enfant“) wahrhafte und große Geschichten im Kleinen. Ausgehend von einer einfachen Ausgangssituation eröffnen sich dem Zuschauer bald tiefe und ergreifende Einblicke in die kleinen, hart umkämpften Lebenswelten einer jeden Figur, die Sandra auf ihrem Weg besucht. Mit ihrem neuen Film treffen sie dabei den Zeitgeist wie selten zuvor und zeichnen ein packendes, realistisches Bild der kapitalistischen Arbeitswelt.

Der Film mit der Oscar-Gewinnerin Marion Cotillard („Der Geschmack von Rost und Kochen“, „La Vie en Rose“) in der Hauptrolle, feierte bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes seine Weltpremiere.

„Nach dem neuen Film der Dardenne-Brüder sieht man klarer, wie der Kapitalismus das Verhalten formt.“(FAZ)

Donnerstag, 12. Mai 2016, 21:00 Uhr,
Alte Kelter Rommelshausen, Kelterstraße 84

Der Geschmack von Rost und Knochen

Land/Jahr: BE/FR 2012     Regie: Jacques Audiard     Länge: 127 Min.    
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Ein junger Mann reist mit seinem fünfjährigen Sohn von Nordfrankreich an die Côte d'Azur, zieht dort zur Familie seiner Schwester und nimmt einen Job als Türsteher an. Er lernt eine junge Waltrainerin kennen, die bei einem durch einen Orka verursachten Unfall beide Unterschenkel verliert. Obwohl der Mann weder Mitleid noch Mitgefühl empfindet, hilft er der jungen Frau ins Leben zurück.

Gleichzeitig kraftvoll und sensibel erzählt der Film von den Extremen der menschlichen Existenz. Zwei vom Leben schwer verletzte Menschen bilden eine Schicksalsgemeinschaft und bewegen sich langsam aus ihrer Isolation. Das nüchterne und doch emotional überzeugendes Spiel der Hauptdarsteller Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts macht den Film zu einer außergewöhnlich intensiven Studie über Vertrauen und die Notwendigkeit, Verbindungen aufzunehmen – zueinander, aber vor allem auch zu sich selbst.

Das kraftvolle, mitunter wuchtig entwickelte (Melo)-Drama führt seine Handlungsstränge zu einem emotional aufwühlenden Ende zusammen und besticht durch außergewöhnliche Schauspielerleistungen in den beiden Hauptrollen. (film-dienst)

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